ARTA Records - 2HP Production - ARTA Music cz en

Adam Václav Michna z Otradovic & Jaroslav Tůma
Svaté Lásky Labirynth / Labyrinth of the Holy Love

 

F10206   [8595017420627]   released 12/2014   deutsch   italiano   english   SHEET MUSIC

Jaroslav Tůma – organ from Kruh (1627) in the cathedral of St Stephen in Litoměřice
selection from Czech Marian Music (1647/2014)

play album Svaté lásky labirynth - Jaroslav Tůma 75:07 149Kč
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1. Vánoční rosička - Hymnus 0:58 15Kč
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2. Variatio I (Variationi sopra) 1:14 15Kč
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3. Variatio II (Variationi sopra) 0:59 15Kč
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4. Variatio III (Variationi sopra) 2:27 15Kč
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5. Vánoční noc - Chtíc aby spal - Hymnus 1:25 15Kč
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6. Fantasia (Ut, re, mi, fa, sol, la) 5:50 15Kč
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7. Vánoční magnét a střelec - Hymnus 0:35 15Kč
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8. Batalla - toccata 2:18 15Kč
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9. Svaté lásky labirynth - Hymnus 1:25 15Kč
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10. Passacaglia 6:04 15Kč
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11. Vánoční roztomilost - Hymnus 0:20 15Kč
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12. Ostinato 1:31 15Kč
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13. Vánoční vinšovaná pošta - Hymnus 1:11 15Kč
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14. Kytka aneb věneček mirrhový - Hymnus 0:45 15Kč
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15. Nasat (Versetti I, II, III, IV, Finale) 5:30 15Kč
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16. Allegro na nebe vstupujícího Krista Ježíše - Hymnus 0:38 15Kč
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17. Partitas (Partite diverse sopra il corale) 8:05 15Kč
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18. Oheň svatodušní - Passamezzo (Hymnus e saltarello) 2:37 15Kč
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19. Lidská křaplavost a anjelská líbeznost - Hymnus 1:11 15Kč
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20. Variatio I (Variationi sopra) 1:29 15Kč
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21. Variatio II (Variationi sopra) 1:35 15Kč
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22. Variatio III (Variationi sopra) 1:26 15Kč
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23. Mariánské larmo - Hymnus 0:39 15Kč
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24. Praeludium in C 6:44 15Kč
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25. Mariánské ave - Hymnus 0:53 15Kč
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26. Fantasia (La, mi, re) 4:04 15Kč
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27. Smrt konec zvonec - Hymnus 0:45 15Kč
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28. Toccata per l´elevatione 4:12 15Kč
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29. Duše v očistcovém ohni - Hymnus 0:58 15Kč
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30. Toccata in a 07:09 15Kč
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VÁNOČNÍ ROSIČKA
Christmas Dew / Weihnachtstau / Rugiada natalizia
VÁNOČNÍ NOC – CHTÍC, ABY SPAL
Christmas Night – Wanting Him to Sleep / Weihnachtsnacht – Möge er einschlafen / Notte di Natale – Ninna nanna
VÁNOČNÍ MAGNÉT A STŘELEC
Christmas Magnet and Archer / Weihnachtsmagnet und Schütze / Magnete natalizio e arciere
SVATÉ LÁSKY LABIRYNTH
Labyrinth of the Holy Love / Labyrinth der heiligen Liebe / Labirinto del santo amore
VÁNOČNÍ ROZTOMILOST
Christmas Amiability / Weihnachtsliebenswürdigkeit / Amabilità natalizia
VÁNOČNÍ VINŠOVANÁ POŠTA
Christmas Desirable Post / Gewünschte Weihnachtspost / Posta natalizia desiderata
KYTKA ANEB VĚNEČEK MIRRHOVÝ. ANEB O UMUČENÍ PÁNĚ
Posy or Myrrh Chain. Or about the Passion of Christ / Myrrhensträußchen oder -kränzchen. Oder über Leiden Christi / Mazzo di fiori o coroncina di mirra. O sulla Passione del Signore
ALLEGRO NA NEBE VSTUPUJÍCÍHO KRISTA JEŽÍŠE
Allegro of the Ascending Jesus Christ / Allegro über den auffahrenden Jesus Christus / Allegro dell’Ascensione di Gesù Cristo
OHEŇ SVATODUŠNÍ
Fire of Pentecost / Pfingstfeuer / Fuoco pentecostale
LIDSKÁ KŘAPLAVOST A ANJELSKÁ LÍBEZNOST PŘI MUZICE NA SV. TROJICI
Human Fragility and Angelic Suavity in Music on the Feast of the Holy Trinity / Menschenzerbrechlichkeit und Engellieblichkeit bei der Musik am Dreifaltigkeitsfest / Fragilità umana e graziosità angelica della musica nella festa della Ss. Trinità
MARIÁNSKÉ LARMO
Marian Lament / Marianische Klage / Lamento di Maria
MARIÁNSKÉ AVE
Marian Ave / Marianisches Ave / Ave Maria
SMRT – KONEC – ZVONEC
Death – End – Chime / Tod – Ende – Glockenschlag / Morte – fine – rintocco della campana
DUŠE V OČISTCOVÉM OHNI
Soul in the Purgatorial Fire / Seele im Fegefeuer / Anima nel fuoco del purgatorio

Adam Michna’s anfeuchtender Tau

     Die Persönlichkeit von Adam Václav Michna von Otradovice ist zweifelsohne ein Phänomen der böhmischen Barockkultur. Wir bewundern die Weite seiner scheinbar gegensätzlichen Horizonte. Einerseits ein Dichter, Organist und Komponist, andererseits ein Bürger und Schankwirt. Diese Gegensätzlichkeit ist jedoch nur anscheinend. Einerseits war es zu Michna’s Zeit sicherlich keine Ausnahme, dass ein Bürger-Unternehmer eine künstlerische Begabung hatte, andererseits war es für einen verehrten Bürger ebenfalls eine Prestigestellung, als Stadtmusiker oder -organist tätig zu sein. Es scheint, als ob Michna aus dem Halbdunkel hervortreten würde: eine glänzende Figur aus dem Dunkel der längst vergangenen Zeiten, über die wir über keine ausführlicheren Informationen verfügen. Darin besteht eine Dimension seiner Persönlichkeit. Eine andere stellt die Horizontale seiner Tätigkeit dar, d.h. angefangen beim Künstler bis hin zum Unternehmer und umgekehrt. Es gibt allerdings zusätzlich eine weitere Dimension (und vielleicht eher die erste), und zwar die Vertikale seines Glaubens an Gott. Die leuchtende Persönlichkeit von Michna ist daher gut sichtbar und wortwörtlich strahlt wie auf einem Gemälde von Caravaggio.
     Es sind jedoch nicht nur Michna’s Gegensätze, die eine Anziehungskraft ausüben, sondern eher eine Synthese, die eine Dynamik der Verbindung zwischen dem Himmlischen und dem Irdischen, dem Göttlichen und dem Menschlichen und dem Vergangenen und dem Gegenwärtigen aus den einzelnen erwähnten Spannungen bringt. Daher fühlen wir uns in Michna’s Gesellschaft so gut, wortwörtlich sogar idyllisch. Es scheint, sein Kredo bestehe gerade in dieser Verbindung der scheinbaren Gegensätze. Er selbst spricht darüber in der Einführung zu Loutna česká (Böhmische Laute), indem er seine Musik als diejenige charakterisiert, die „(…) an Festtagen, freitags, in der Kirche, am Tisch, wie man will, froh, wehmütig, erlösend klingt.“ Genauso beschreibt er sie in der Einführung zu Česká mariánská muzika (Böhmische Marienmusik), die diese Aufnahme inspirierte: „Böhmische Marienmusik, froh und auch wehmütig, in drei Teile gegliedert.“ In diesen Texten und in vielen anderen Gedichten und Liedern entwickelt er zunächst den Gegensatz, um ihn letztendlich, in der Regel durch Lob Gottes, in Eintracht zu bringen.
     Ich bin überzeugt, gerade darin besteht Michna’s Aktualität für heute und gerade dadurch ist Michna so faszinierend. Seine Worte und seine Musik vereinen und führen zum Frieden. Diese Botschaft ist hoheitlich christlich, denn die Vereinigung des völlig Unterschiedlichen, d.h. des Mensch- und Gottseins Jesu Christi, ist eines der Zentralthemen des christlichen Glaubens. Das ist nicht nur das Chiaroscuro des Barocks, sondern auch das Paradox der gesamten christlichen Existenz: nachdem „der so vielmals erbetene Tau gefallen worden war, wurde uns Gott heute durch eine menschliche Entbindung geboren (…); derjenige, dessen Macht nicht zu überwinden ist, wurde ein Kindlein; als Wickelkind wurde derjenige geboren, den es seit Ewigkeit gibt.“
     In solche Welt, in der Gott das menschliche Fleisch annahm, kann eine Disharmonie auf keinen Fall mehr eindringen. Dann und ganz selbstverständlich gehört ein guter Drink zum mystischen Dichter Michna, und keineswegs stört das Klingen der Gläser die Meditation über Himmelssachen. Ein Problem der heutigen Zeit besteht allerdings darin, dass die erwähnte Synthese verloren ging. Ein Fest wird ein Anlass zu Trunkenheit, Kultur wird Konsum, und nicht selten kommt es dazu, ein goldenes Kalb, in unterschiedlichster Form, wird ein Objekt unserer Verehrung.
     Von Herzen wünsche ich uns allen, dass uns das Zuhören der von Michna’s Musik äußerst inspirierten Aufnahme behilflich wäre, gerissene Fäden der scheinbaren Gegensätze untereinander zu knüpfen und uns auf die atemberaubenden Tatsachen aufmerksam zu machen, die unser Leben so herrlich machen und zum richtigen Ziel führen: „Und so erhebt sich meine Seele zu Gott. Sie kommt als eine frische Taube.“ – „Alle Kreaturen, preiset Gott; Menschenherzen, frohlocket: erzählt den Menschen rund um die Welt von Gottes Wohltätigkeit.“

P. Stanislav Přibyl 

Michna’s Sammlungen Loutna česká (Böhmische Laute), Česká mariánská muzika (Böhmische Marienmusik) und Svatoroční muzika (Heiligenjahresmusik) gehören sicherlich zu den bedeutendsten Beweisen für die hiesige Musikgestaltung in Barockböhmen. Darüber hinaus stellen sie eine bestimmte Synthese der Kompositionen dar, die nicht nur herrlich, edel und von hoher künstlerischer Qualität sind sondern gleichzeitig auch wahrscheinlich zu ihrer Zeit außerordentlich beliebt und allgemein verbreitet waren.
      Was würden heutige Produzenten der ansteckenden Melodien und aufdringlichen Arrangements dafür geben, wenn es sicher wäre, dass ihre Hits Jahrhunderte überleben? Ich versuche, mich sowohl in ihre Autorstellung als auch in Michna’s Poesie- und Musikwelt hineinzufinden. Es scheint mir, es gehe um in vielen Hinsichten unvergleichbare Kulturleistungen. Auch wenn wir in der Zeit leben, in der der Glaube an Gott und das religiöse Leben für die meisten Menschen in Wohlstandseuropa scheinbar keine Rolle in ihren Schicksalen spielen, spüren alle sicherlich, der aus Michna’s Hymnen wehende Geist ist irgendwo in unserem Inneren tief verankert und gleichzeitig überreicht uns maßlos. Durch seine Innigkeit spricht er jeden an, der wenigstens für eine Weile in der erhebenden Umarmung von Michna’s angenehmen Harmonien ruht.
     Ein tschechischer Organist findet es so ein bisschen schade, dass von böhmischen Autoren geschriebene Musikstücke für Soloorgel in unserem Land erst im Laufe des achtzehnten Jahrhunderts aufkommen. Zum Beispiel blieb keine Orgelkomposition von Michna erhalten, auch wenn er selbst als Organist in der Probstkirche in Jindřichův Hradec (Neuhaus) tätig war. Es ist schwierig, uns vorzustellen, er hätte nur den Gesang begleitet und Präludien, Postludien, Interludien oder die notwendigen und verschiedene Musikstücke verbindenden Improvisationen vermieden. Zweifelsohne hatte Michna die Gelegenheit, Orgel während der Liturgie ebenfalls solo zu spielen. In jedem Zeitalter gab es allerdings Organisten, die danach trachteten, etwas von ihrer Musik den kommenden Generationen zu übergeben, genauso wie diejenigen, die darauf verzichteten. Möglicherweise zählte Michna zu denjenigen, die ihre Musikgestaltung während der Liturgie in der Kirche und zu anderen Anlässen für etwas zwar Wichtiges und Nützliches erachteten, aber statt Musikstücke in Notenschrift aufzuzeichnen, widmeten sie sich eher anderen und der Gesellschaft ebenfalls nutzbringenden Sachen. Warum sollten sie sich quälen und ihre Zeit verschwenden, statt sich mit einer anderen gottgefälligen Tätigkeit zu beschäftigen? Ein Organist kann doch seine Stücke jederzeit weiter und wiederum, vielleicht sogar besser als das letzte Mal, improvisieren. Falls etwas aber gesungen werden sollte, zumal in einem Ensemble, sah die Situation jedoch anders aus. Der Komponist musste die Noten in Notenschrift genau aufzeichnen, sonst hätten sich die Sänger auf eine Harmonie nicht einigen können. In diesem Hinblick war Michna umgekehrt sehr fleißig. Auch wenn wir es schade finden, können wir ihm letztendlich nicht verübeln, dass er seine Orgelstücke nicht notierte und nicht ausdrucken ließ.
     Bei zahlreichen Komponisten der Renaissance und der Barockzeit ist zu betrachten, dass der Stil, in dem sie komponierten, je nach Genre wesentlich variiert. Anders sah ihre Musik für Kammerensembles, für Vokalensembles und völlig anders für Tasteninstrumente aus. Meiner Meinung nach ist es ganz gut vorstellbar, Musikstücke für Tasteninstrumente, die zu seiner Zeit in Form von verschiedenen Drucken oder Abschriften verfügbar waren, waren Michna bekannt. Daher erlaubte ich mir, einige Kompositionen in einem Stil zu schreiben, der dem Michna’s nah, hauptsächlich in Bezug auf die zu seiner Zeit gewöhnlichsten Formen, sein könnte. Ihre Themen und die harmonische Struktur gehen von Michna’s bekannten Musikstücken und vor allem von von anderen damals beliebten Autoren geschriebenen Kompositionen hervor. Ein Interessierter findet einfach auf, welche Komponisten oder welche Kompositionen als Vorlage für meine Opera dienten. Seit der Barockzeit verging jedoch schon viel Zeit. Daher bin ich der Hoffnung, der geneigte Zuhörer verzeihe mir kleine Verstöße gegen die strickte Notierung und den Stil. Rund um uns gibt es doch so viele Musikwahrnehmungen und Inspirationen, dass auch die mehr oder weniger zufälligen kleinen Spielchen umgekehrt eine Belebung und vielleicht sogar eine Vergnügung des geneigten Publikums bringen können.

Jaroslav Tůma  

Rugiada rinfrescante di Adam Michna

     La personalità di Adam Václav Michna di Otradovice è senz’altro un fenomeno della cultura barocca nella Boemia. Ammiriamo l’ampiezza dei suoi orizzonti caratterizzati da apparenti contraddizioni. Da una parte un poeta, organista e compositore, dall’altra un borghese e locandiere. La contraddizione è, però, solamente apparente. Da un lato non si trattò certamente di un’eccezione che, al tempo di Michna, un borghese-imprenditore abbia avuto un talento artistico, dall’altro si trattò di uno stato prestigioso anche per uno stimato borghese, di esercitare il carico di musicista o organista della città. Sembra come se Michna comparisse da un certo chiaroscuro: una figura luminosa che viene dal buio dei tempi remoti di cui non abbiamo informazioni dettagliate. Questa è una dimensione della personalità di Michna. Un’altra è l’orizzontale delle sue attività, partendo da un artista fino a un imprenditore e vice versa. C’è ancora una terza (e magari prima) dimensione, cioè la verticale della sua fede in Dio. Così la figura raggiante di Michna è ben visibile e letteralmente risplende come in una pittura di Caravaggio.
     Non sono solo le contraddizioni di Michna che attirano, ma piuttosto la sintesi che, da queste tensioni verso singole direzioni, risulta una dinamica che unisce il celeste con il terreste, il divino con l’umano e il remoto con il presente. Per questo ci sentiamo così bene, letteralmente quasi in modo idilliaco, alla presenza di Michna. Sembra che il suo credo consista esattamente in quel legame multiplo delle apparenti contradizioni. Lui stesso ne parla nell’introduzione di Loutna česká (Liuto Boemo) in cui descrive la sua musica come quella che “suona gioiosamente, tristamente, salvificamente, nel giorno di festa, il venerdì, in chiesa, alla tavola, come piace in qualsiasi momento (…).” In modo simile parla nell’introduzione di Česká mariánská muzika (Musica Mariana della Boemia) a cui questo CD si è ispirato, dicendo: “Musica Mariana della Boemia, gioiosa e triste, divisa in tre parti.” Inizialmente Michna comincia a giocare e a sviluppare un contrasto in questo testo e in molti altri poemi e canti per collegarlo alla fine con un fermaglio rappresentato, di solito, dalla lode resa a Dio.
     Sono convinto che l’attualità di Michna per i nostri tempi si basi esattamente su questo fatto e questo sia il vero motivo per cui le sue opere sono così affascinanti. Le sue parole e la sua musica uniscono e portano alla pace. Questo messaggio è altamente cristiano perché uno dei temi cruciali della fede cristiana consiste nell’unire il totalmente diviso, cioè la sostanza umana e divina di Gesù Cristo. Questo non è solo un chiaroscuro del barocco ma un paradosso di tutta l’esistenza cristiana: quando “rugiada tante volte richiesta, è caduta,” così “Dio ci è nato oggi per mezzo di un parto umano (…); colui che è insuperabile nel suo potere è diventato bambino, colui che è dall’eternità è nato come un piccolino.”
     Nessuna disarmonia può più entrare in maniera definitiva in quel mondo, dove Dio ammise il corpo umano. Senz’altro un buon vino va benissimo con il mistico poeta Michna e un tintinnio di bicchieri non disturba mai la riflessione sulle cose celesti; ma un problema della nostra età consiste nel fatto che abbiamo perso la suddetta sintesi. Una festa cambiata in una sbicchierata, la cultura diventata consumo e l’oggetto della nostra devozione è un vitello d’oro in diversissima forma.
     Di cuore auguro a noi tutti che l’ascolto della musica ispirata pienamente di Michna ci aiuti a riallacciare i fili rotti di quelle apparenti contraddizioni e a ricordare i fatti mozzafiato che rendono la vita umana così bella e che la portano alla meta giusta: “E così la mia anima si innalza verso Dio. Arriva come una colomba fresca.” – “Creature tutte, lodate il Signore; cuori umani, esultate: raccontate alla gente in tutto il mondo le opere buone di Dio.”

P. Stanislav Přibyl 

Tutte le collezioni di Michna, Loutna česká (Liuto Boemo), Česká mariánská muzika (Musica Mariana della Boemia) e Svatoroční muzika (Musica dell’Anno Santo), sono certamente i più importanti esempi che rendono evidente la presenza della produzione musicale locale nella Boemia del barocco. In più rappresentano una certa sintesi delle composizioni non solo belle, nobili e di alta qualità artistica ma allo stesso tempo, anche allora, straordinariamente popolari e generalmente diffuse. 
     Che cosa offrirebbero i produttori odierni di melodie contagiose e arrangiamenti dilaganti, se sapessero che le loro hit sopravvivranno nei secoli? Cerco di immedesimarmi da una parte nello stato d’animo degli autori, dall’altra nel mondo della poesia e della musica di Michna. Mi sembra che si tratti, in molti aspetti, d’imparagonabili imprese culturali. Nonostante che viviamo in un’epoca in cui la fede in Dio e la vita religiosa sembrano non avere nessun ruolo nei destini della maggioranza della gente nell’Europa benestante, tutti sentiamo certamente che lo spirito emanante dagli inni di Michna è ancorato nel nostro profondo intimo e, allo stesso tempo, ci supera in una maniera immensa. Per mezzo del suo fervore si avvicina, almeno per un attimo, a chiunque resta nell’abbraccio edificante delle piacevoli armonie di Michna.
     Un organista ceco è un po’ dispiaciuto che le composizioni degli autori boemi solo per organo, si trovino da noi, per la prima volta, solamente nel corso del ‘700. Ad esempio nessun’opera di Michna per organo è stata conservata nonostante il fatto che lui operasse da organista nella chiesa amministrata da un prevosto a Jindřichův Hradec. Uno può difficilmente immaginare che Michna abbia soltanto accompagnato i canti e evitato i preludi, i postludi, gli interludi o le improvvisazioni necessarie per collegare vari pezzi di musica. Certamente Michna ebbe occasioni di suonare l’organo solo durante la liturgia. Ma in ogni periodo ci furono, sia organisti la cui ambizione fu di passare qualcosa della loro musica alle generazioni successive, sia quelli che non ebbero tali ambizioni. Michna apparteneva probabilmente a quelli che consideravano i loro pezzi, suonati durante la liturgia nella chiesa e in altre occasioni, cose necessarie e utili, ma non dedicavano le loro forze a scrivere le note. Piuttosto si occupavano di qualcosa d’altro e ugualmente buono per la società. Perché tormentarsi e perdere il tempo a scapito di altre attività proficue? Un organista, infatti, può di nuovo improvvisare i suoi pezzi in qualsiasi momento, magari addirittura meglio della volta precedente. Però, se si doveva cantare qualcosa, soprattutto in un coro, si trattava di una situazione assai diversa. Il compositore doveva preparare la notazione precisa, altrimenti i cantanti non avrebbero potuto accordarsi su un’armonia. In contrasto con il caso precedente, Michna fu molto diligente in questo campo. Allora anche se ci dispiace, non possiamo prendercela male con Michna che non preparò la notazione dei suoi brani per l’organo e non la fece stampare.
     Possiamo notare in molti compositori rinascimentali e barocchi che il loro stile di composizione cambia sostanzialmente secondo il genere. La musica per gli ensemble da camera fu diversa da quella per i complessi vocali e totalmente diversa da quella per gli strumenti a corda. A mio parere uno può immaginare molto facilmente che Michna conobbe le composizioni per gli strumenti a corda che furono disponibili al suo tempo o stampate o trascritte. Per questo ho osato comporre un paio di brani nello stile che potrebbe essere vicino anche a Michna soprattutto per quanto concerne le forme più comuni al suo tempo. I temi e la struttura armonica si riferiscono alle conosciute composizioni di Michna e prima di tutto a quelle scritte dagli autori allora preferiti. Un interessato può indovinare facilmente quali compositori o quali concreti pezzi musicali ho preso a modello per queste mie opere. Vero è che molto tempo è passato dal barocco. Ci sono così tante percezioni e ispirazioni musicali attorno a noi che anche quelli, più o meno casuali, Spielchen possono o rendere i pezzi più vivaci o magari addirittura divertire i distinti ascoltatori.

Jaroslav Tůma

Adam Michna’s Moistening Dew

     The personality of Adam Václav Michna from Otradovice is undoubtedly a phenomenon of the Bohemian baroque culture. We admire the breadth of his scope, characterized by seemingly contradictory facts. On one hand a poet, organist and composer, on the other, a burgess and innkeeper. However, the mentioned contradiction is only deceptive. It was certainly not an exception in Michna’s time that a burgess-entrepreneur possessed a talent for art and practiced it. Moreover, the functions such as a town musician or organist were highly regarded. It seems, as if Michna appears from the dusk: a remarkable personality coming from the darkness of the distant past that we rarely have detailed information about. This is visibly one dimension of his historical image. Another one represents a cross section of his activities, varying from an artist to an entrepreneur and vice versa. Nevertheless, there is a third one, too (decisively the most important one), namely his faith in God. The distinctive personality of Michna is fully visible through his oeuvre and literally shines like images in Caravaggio’s paintings.
     However,  it is not only Michna’s contradictions that draw one’s attention, rather  it is the synthesis which produces a dynamic force from these tensions in the respective directions, linking the heavenly with the earthly, God’s existence with the human, the long-ago with the present. We therefore feel so comfortable and peaceful in Michna’s company. It is apparent that his credo consisted exactly in this multi-linkage of the seeming contradictions; he himself mentioned this in his introduction to Loutna česká (Bohemian Lute), describing his music, at times: “sounding joyful, sorrowful and redemptive (...),  on a festive day, on Fridays, in church, at the table,” and in his introduction to Česká mariánská muzika (Bohemian Marian Music), that inspired this recording, he states: “Bohemian Marian Music, joyful and sorrowful, divided in three parts.” The texts of the numerous poems and chants usually begin with a certain contradiction and gradually develop, to end with a proclamation of the praise to God.
     I am convinced that exactly for this reason Michna’s message is so relevant and fascinating for our time. His word and music are unified in the pursuit of peace. This message is intensely Christian, because one of the crucial tenets of the Christian faith is the unification of the totally divided, i.e. the fact of Jesus Christ’s being man and God. Akin to the chiaroscuro of the baroque, it is also a paradox of the whole Christian existence: when “dew, which was prayed for, will fall” then “God will be born to us through a human birth today (…). He, whose power is unattainable, has become a baby; who exists from eternity, has come into the world as an infant.”
     A disharmony cannot enter the world, in which God accepted human body in the definitive manner, any more. Of course, then a good drink is compatible with the mystical poet Michna and in no way the clinking of glasses disturbs meditation about heavenly matters. But the today’s problem is that we have lost the mentioned synthesis: a celebration becomes an occasion to get drunk, culture becomes consumer affair and a golden calf in whatever form becomes frequently an object of our devotion.
     I wish for all us from the heart that listening to Michna’s thoroughly inspired music, helps us bind the torn threads of those seeming contradictions and remind us of those breathtaking facts which make human life so beautiful and lead us to true end: “And so my soul will uplift to God. It will come to him like a fresh dove.” – “Praise God all ye people, rejoice human hearts: speak of God’s good tidings around the world.”

Fr Stanislav Přibyl

Michna’s collections Loutna česká (Bohemian Lute), Česká mariánská muzika (Bohemian Marian Music) and Svatoroční muzika (Holy Year’s Music) are certainly ones of the most significant evidences proving the existence of local composition in Bohemia in the baroque. Moreover, they stand for a certain synthesis of pieces of music, which are not only beautiful, noble and of high artistic quality, but which were perhaps also extraordinarily popular and widespread at the time.
     What would the today’s producers of catching melodies and insistent arrangements offer if their hits survived centuries for sure? I am trying to empathize with their authorial mood on one hand, and with Michna’s world of poetry and music on the other. It seems to me that one faces incomparable cultural enterprises from numerous points of views. Although we live in an era in which, seemingly, faith in God and religious life do not play any role in fates of the majority of people in welfare Europe, we all certainly feel that the spirit, breezing from Michna’s hymns, is rooted somewhere in our innerness and is transcending us extremely at the same time. Through its fervour, it addresses everyone who rests in an uplifting embrace of Michna’s mellow harmonies at least for a while.
     A Czech organist might feel a bit sorry for the fact that Bohemian authors’ compositions for organ solo are to be found in our country only in the course of the 18th century for the first time. For instance no Michna’s piece of music for organ has been preserved even if he worked as an organist in the provost church in Jindřichův Hradec. One can hardly imagine that he would have accompanied chants solely and would have avoided preludes, postludes, interludes and improvisations necessary for linking diverse pieces of music. Undoubtedly, Michna had opportunities to play the organ solo during the liturgy. But, in each period there were both organists whose ambitions were to share a part of their music with the coming generations and those who did not have such ambitions. Michna might have been one of those who regarded their music performed during the liturgy in church and on other occasions as something necessary and useful, but who instead of writing down notes strived rather for anything else, beneficial to the society too. Why should they have had to bother and to waste their time instead of dedicating their efforts to other favourable activities? After all, an organist can play his improvisation pieces once more and again whenever, perhaps even better than the last time. However, if something should have been sung, especially in an ensemble, the situation was quite different. The composer had to write down notes precisely, otherwise singers would have been unable to agree with one harmony. Contrary to the previous case, Michna was very hard-working in this regard. Therefore, despite feeling sorry, we cannot blame him for having not written down his organ pieces and for having not had printed them.
     We can notice in numerous cases of Renaissance or baroque authors that their style of composition was widely differing as for genre. Music for chamber ensembles differed from compositions for vocal ones and, in an essential way, from pieces for keyboard instruments. In my opinion one can quite well imagine that Michna knew compositions for keyboard instruments which were available as diverse prints or transcriptions at the time. For that reason I have allowed myself to compose few pieces in a style which may correspond to Michna’s one, especially regarding forms which were the most common at his time. Themes and harmonic structure are based on both Michna’s well-known compositions and mainly on pieces written by favourite authors at the time. A possibly interested person may figure out composers or concrete pieces quite easily I have been inspired by when composing my opuses. But, a lot of time has already passed since the baroque. Therefore, I firmly hope a listener would kindly forgive me even tiny trespasses against strict notation and style. There are well so many musical perceptions and inspirations in our surroundings that, on the contrary, also those more or less accidental minute Spielchen may bring a certain enlivenment and perhaps even amuse the respectable audience.             

Jaroslav Tůma

Specifications of the organ from Kruh restored by Vladimír Šlajch (Borovany, 1992):

Manual - C,D,E,F,G,A ....c´´´
Copula 8´
Principal 4´
Spitzflet 4´
Quinta 2 2/3´
Nasat 2 2/3´
Octav 2´
Quinta 1 1/3´
Mixtur 3x
Regal 8´

Pedal - C,D,E,F,G,A ....c´
Bauerflet 2´
Sedecima 1´

Spojka - M/P - nevypojitelná (nespojuje Regál 8´)
Tremulant ve vzduchovodu

Eine der ältesten erhaltenen Orgeln in Tschechien befindet sich auf einer Seitenempore im Dom St. Stephan in Litoměřice (Leitmeritz). Sie wurde von einem unbekannten Orgelbaumeister gegen 1620 fertiggestellt und war ursprünglich in der Ortschaft Kruh untergebracht. Nachdem das Orgelwerk vom Orgelbaumeister Vladimír Šlajch in Borovany im Jahr 1992 restauriert worden war, wurde es für zwei Jahrzehnte in der dem heiligen Bartholomäus und Mariä Himmelfahrt geweihten Pfarrkirche in Doksy gespielt.

Uno degli organi più antichi conservati nella Repubblica Ceca si trova sul coro laterale nella Cattedrale di Santo Stefano a Litoměřice. Fu fatto intorno al 1620 da un maestro anonimo e fu situato originalmente nel paesino di Kruh. Dopo il restauro fatto dall’organaro Vladimír Šlajch di Borovany nel 1992, l’organo fu suonato per due decenni nella chiesa parrocchiale di San Bartolomeo e dell’Assunta a Doksy.

On the side choir loft in St Stephen’s Cathedral in Litoměřice there is one of the oldest organs kept in the Czech Republic. It dates back to years around 1620; it was built by an unknown master and was originally situated in the village of Kruh. After Vladimír Šlajch, organ builder operating in Borovany, restored it in 1992, it was transferred to the parish church in Doksy dedicated to St Bartholomew and the Assumption of Our Lady. The organ had been played there for two decades.


LABYRINTH OF THE HOLY LOVE / LABYRINTH DER HEILIGEN LIEBE - SHEET MUSIC
for organ or another keyboard instrument

 

further CD recordings by Jaroslav Tůma on ARTA label:


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